EnergieTour 2017 - Hinter den Kulissen heimischer Erzeugnisse

08. 12. 2017

Denkanstöße geben, das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen fördern - die Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze setzte bei der mittlerweile 5. EnergieTour auf ein breites Themenfeld.

In Rüdenhausen produziertes Sonnenblumenöl, welches im heimischen Supermarkt gekauft werden kann, zertifizierter Wein in Bioqualität und ein Unternehmer, der bereits jetzt an die Zukunft denkt – alles zu finden in den Mitgliedsgemeinden der Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze. Die 5. EnergieTour der Dorfschätze startete vormittags mit einem Vortrag von Mechthild Engert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege zum Thema „Gärtnern im Zeichen von Klimaschutz und Klimawandel“. Engert gab vor allem interessante Tipps im Hinblick auf die heimische Gartenarbeit. „Es gibt für jeden Standort die richtige Pflanze, der Standort muss nicht zwangsweise angepasst werden“, stellt Engert fest. Für einen ersten Aha-Effekt sorgte der anschließende Besuch bei Öhlmühlenbetreiber Uwe Pfeiffer aus Rüdenhausen. 10 bis 10,5 Tonnen Sonnenblumen aus dem heimischen Landkreis oder aus daran angrenzenden Gebieten werden während der Produktionsperiode täglich geliefert, daraus kann Pfeiffer bis zu 5 Tonnen Sonnenblumenöl herstellen. Das Öl wird teilweise an Supermärkte in der Region sowie an einige weiterverarbeitende Betriebe verkauft. Karl Steinberger, Geschäftsführer der Gärtnerei Tropica, hat sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, seine Ölheizung gegen eine moderne Holzpelletsheizanlage auszutauschen. Das Thema „Energieeffizienz“ spielt für ihn eine große Rolle, durch die neue Technik kann er die Gewächshäuser der Gärtnerei in Rüdenhausen ressourcenschonend beheizen. Steinberger erzielt dadurch eine Heizkostenersparnis von circa 40.000 Euro im Jahr. Abgerundet wurde die diesjährige  EnergieTour durch einen Besuch bei Anton Hell, dem Inhaber des Öko-Weinguts Hell in Wiesenbronn. Bereits seit 1978 betreibt Hell ökologischen Weinbau. Seine Rot- und Weißweine genießen eine Zertifizierung nach ECOVIN- und Demeter-Richtlinien. Der größte Unterschied zum gewöhnlichen Anbau ist, dass die Reben lediglich einmal im Jahr zum Austrieb gespritzt werden. „Hierzu werden jedoch keine synthetischen Spritzmittel verwendet“, erklärt Anton Hell. Die Lagerung seiner Weine erfolgt in einem selbst gebauten klimaeffizienten Keller.

Die Teilnehmer der EnergieTour konnten an diesem Tag heimische Erzeuger regionaler Produkte kennenlernen, welche vor Ort nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt werden. Deren nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Ressourcen trägt zum Schutz des Klimas bei. Dies beeindruckte die teilnehmenden Besucher sehr.

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