EnergieTour 2015 - E-Auto & Co

Vielseitige Wege zur Energiewende in den Dorfschätzen


Zum dritten Mal rollte Anfang November die EnergieTour durch die Dorfschätze. Mit einem Sonderbus waren 24 Teilnehmer, Kleinlangheims Bürgermeisterin Gerlinde Stier und der Abtswinder Bürgermeister Jürgen Schulz unterwegs. Viele bekannte Gesichter trafen sich wieder, denn einige Ehepaare hatten schon darauf gewartet. „Wir haben bisher jede EnergieTour mitgemacht und wir nehmen immer viele Anregungen mit heim“, sagte Frau Steinberger aus Abtswind.

 

Los ging es an Kleinlangheims Kläranlage, wo die Bürgermeisterin die 10 Kilowatt Block Photovoltaikanlage vorstellte – eines von vielen Energieprojekten der Gemeinde. Mit dem Oldtimer-Bus ging es weiter zur Familie Schütz, die die Teilnehmer mit einem Frühstücksbuffet empfing. In seinem energiesanierten Firmengebäude präsentierte Harald Schütz eine neuartige Brennstoffzelle. „Sie ist nicht für alle Gebäude geeignet, aber ideal für Neubauten oder sanierte Ein- und Zweifamilienhäuser“, so der Fachmann. „Vielleicht eine Energieform der Zukunft“.

 

Für großes Interesse sorgte auch das Elektroauto von Bürgermeister Schulz. Plätze in dem Wagen waren sehr begehrt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass ein Elektroauto, das man zu Hause über Nacht aufladen kann, eine echte Alternative wäre.

 

Die nächste Haltestelle war das Kloster in Münsterschwarzach. Dort wurde die Gruppe von zwei neuen Teilnehmern aus Schwarzenau überrascht. Sie hatten sich extra mit dem Fahrrad auf den Weg gemacht, um sich die Besichtigung der Hackschnitzelanlage nicht entgehen zu lassen. Die Riesenberge an Holz und das Leistungsvermögen der Anlage beeindruckten die EnergieTour-Teilnehmer schwer. Bruder Edmar zeigte ihnen auch noch die Biogas- und Wasserkraftanlage. Ziel ist es, das gesamte Kloster mit regenerativen Energien zu versorgen, erklärte der Mönch. Über 85 Prozent des eigenen Heizenergiebedarfes seien in den vergangenen Jahren durch Holz gedeckt geworden.

 

Letzte Station war das Passivhaus der Familie Mergenthaler in Schwarzenau. In dem Haus ohne Keller und ohne Fenster nach Norden geht Abwärme von Personen und technischen Geräten nicht verloren, sondern wird durch eine ausgeklügelte Lüftungsanlage wieder zugeführt. Gerade die Besichtigungen der Privathäuser reize die Teilnehmer, sagt Inge Thomaier vom Dorfschätze-Büro. „Man kann hier für sich selbst nach Alternativen schauen.“