Hochwasser - was nun?

Dorfschätze – Gemeinsames Ziel Hochwasserschutz

 

Als 2013 idyllische Bäche wie Castellbach, Gründleinsbach, Sambach und Schwarzach über die Ufer traten und Keller, Gärten und Straßen überfluteten, waren sich die Bürgermeister der Dorfschätze schnell einig: hier muss gehandelt werden, und zwar gemeinsam. Maßnahmen zum Hochwasserschutz müssen ortsübergreifend angepackt werden, denn das Wasser macht nicht Halt vor Gemarkungsgrenzen.

 

Im Jahr 2012 wurde mit einem Gewässerentwicklungsplan bereits die Grundlage zum gemeinsamen Handeln geschaffen. Nach dem Hochwasser 2013 hat die Arbeitsgemeinschaft darüber hinaus ein integrales Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept in Auftrag gegeben. Das Planungskonzept soll aufzeigen, wie in Kombination verschiedener Maßnahmen ein Schutz vor dem extremen Hochwasser für Siedlungsbereiche an den Bächen erreicht werden kann.

 

Die dafür notwendige Vermessung aller Bachläufe in dem ca. 150 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet ist abgeschlossen. Die Modelle für die Berechnungen der Überschwemmungsgebiete sind aufgestellt. Das LfU hat komplexe Pegelberechnungen und Hochwasserstatistiken aufstellen lassen, die ebenfalls eine wichtige Grundlage für die Analyse sind. In einem nächsten Schritt wird das Planungsbüro alle Möglichkeiten zum Wasserrückhalt durchgespielen, um die Lösung mit der besten Wirkung für alle zu finden.

 

Ende des Jahres 2017 soll das Konzept fertig gestellt werden. In Abstimmung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung und dem Wasserwirtschaftsamt soll anschließend zügig mit der Umsetzung der dringendsten Projekte begonnen werden.