EnergieTour 2013 - ein voller Erfolg

Wie die Energiewende zu Hause funktioniert

Energietour: Beispiele in Abtswind, Wiesenbronn und am Trautberg zeigen, wie gespart werden kann

 

Zu Hause Energie sparen – das interessierte etwa 40 Personen, die zur Energietour der Arbeitsgemeinschaft Dorfschätze kamen. Mit dem Oldtimerbus der Familie Weiglein wurden sie laut Pressemitteilung zu drei Stationen gebracht, an denen jeweils ein Beispiel für die Sanierung eines älteren Gebäudes oder eine innovative Lösung für energiesparende Heizungstechnik gezeigt wurden.

 

Erste Station war Abtswind. Dort konnte das sanierte Elternhaus (Baujahr 1822) von Klaus Lenz besichtigt werden. Sein Sohn hat das Haus 2004 saniert und energetisch optimiert. Die alten Ölöfen wurden durch eine neue Heizungsanlage ersetzt, außerdem gibt es einen Kachelofen (Grundofen). Isolierfenster wurden eingebaut, die Wände und Decken von innen gründlich gedämmt. Mit viel handwerklichem Talent konnte Holger Lenz den Großteil der Arbeiten selbst ausführen. Die etwa 220 Quadratmeter Wohnfläche werden jetzt mit einem Verbrauch von fünf bis sechs Ster Holz aus eigenem Wald plus 1000 bis 1500 Liter Heizöl beheizt. Die Sandsteinfassade wurde von außen repariert und gereinigt. Heute hat das historische Gebäude im Ortskern die Wohnqualität eines Neubaus.

 

Anschließend ging es nach Wiesenbronn zum Weingut Roth. Ökowinzer Gerhard Roth nutzt Regenwasser für die Toilettenspülung und zur Kühlung. Die anschließende Reinigung des Wassers und die Tankkühlung erfolgen mit Brunnenwasser. Inzwischen läuft auch die Hackschnitzelanlage, die Hotel, Weingut, Wohnhaus und ein Nachbarhaus mit Wärme versorgt. Die Hackschnitzel entstehen als Abfall bei der Holzverarbeitung im gemeindeeigenen Wald.

 

Den Abschluss bildete das Seminarhaus am Trautberg zwischen Wiesenbronn und Castell. Energieberater Norbert Dürr hat dort das Wohnhaus von 1534 energetisch saniert und die Scheune mit einer „Haus-in-Haus“-Bauweise zu einem Seminarraum gestaltet. Beides wird mit einer Pelletheizung versorgt. Auch hier konnten sich die Teilnehmer von der Effektivität der erneuerbaren Energien überzeugen.

Referate von Norbert Dürr und Stefan Bruckner vom Institut für Energietechnik mit weiteren Informationen zu Möglichkeiten und Förderung schlossen die erste Energietour der Dorfschätze ab.

 

Ziel dieser Tour war es, privaten Hausbesitzern Mut zu machen, sich mit dem Thema Energiewende auseinanderzusetzen.